Michael Niavarani & John Cleese | E438 | Willkommen Österreich

Michael Niavarani & John Cleese | E438 | Willkommen Österreich


Begrüßen Sie in sportlicher Frische: * UT: K. Holzmann, Ch. Staininger * Musik * Meine Damen und Herren! Fürchten Sie sich nicht,
dass etwas nicht gelingt. Fürchten Sie,
es nicht probiert zu haben! Begrüßen Sie in sportlicher Frische: Dirk Stermann
und Christoph Grissemann! Vielen Dank! Das ist nett von Ihnen. Ich begrüße Sie
zuhause an den Geräten und hier im prachtvollen Marx-Palast zur 438.
Ausgabe von “Willkommen Österreich”! Und es ist eine Spezialausgabe. Ich darf Sie bitten, die gesamte Nachbarschaft
aus dem Bett zu läuten. Heute könnte eine magische
TV-Sendung auf Sie warten. Wir haben vorbereitet:
Gags, Gags, Gags. Wenn es überhaupt drei sind. Heute “Gag-zurück-Garantie”. Auch heute wieder die Aktion
“Gag-zurück-Garantie”. Wenn Ihnen ein Gag nicht gefällt, schreiben wir Ihnen diesen Witz
zurück nach Hause. Dann ist er aus der Welt geschafft. Mehr dazu am Schreibtisch. Aber die Gäste
sind heute das Besondere. An meiner Seite Thomas Gottschalk. Griaß euch! Servus, servus, servus! Servus, servus, servus! Heute haben wir
atemberaubende Gäste. Sensationelle Gäste. Sie wissen ja selbst, welches hilflose
Seitenblicke-Gesindel normalerweise hier auf
den Gästesesseln Platz nimmt. Heute nicht. Schauspielerische Minderleister
oft. Low seller, die glauben, zwei sinnlose Bücher
mehr verkaufen zu können. Heute haben wir Gäste! Ah! Ich weiß gar nicht,
warum sie sich so erniedrigen, um in diese billige Sendung
zu kommen. Weil sie Geld brauchen. Ich verehre beide hündisch
seit langen Jahren. Und ich muss sagen: Bei all diesem Regierungsgeplänkel: Für mich sind sie
die einzig logische Koalition. Heute zu Gast: kings of comedy. Michael Niavarani und John Cleese! John Cleese und Michael Niavarani. John Cleese und Niavarani. Wir freuen uns sehr. John Cleese. Und am Ende der Sendung ein junger Mann, der eine
gewisse Traurigkeit verströmt. Der das Wienerisch spricht,
das ich auch beherrsche. Voodoo Jürgens! Voodoo Jürgens. Hier live in der Sendung. Stermann, ich bitte dich,
mit mir einzustimmen: Es gibt keinen Grund für gute Laune. Obwohl wir großartige Komiker
zu Gast haben. Sie haben es
den Gazetten entnehmen können. Karel Gott ist von uns gegangen. Ja. Ich konnte ihn mal kennenlernen. Fantastischer Mann. Der Spatz aus Prag. Die Nachtigall aus Budweis. Der Bulle aus Breslau. Wie der Bundeskanzler. So viele Orte, wo er herkommt. 50 Millionen verkaufte Einheiten. Unglaublich. Ausverkaufte Tourneen
von Las Vegas bis nach Cannes. Wenn so einer abtritt,
muss man als Staatssender reagieren. Dann holt man aus dem Archiv
Biografien, Konzertmitschnitte. Dokus. Ja. Und der ORF hat reagiert. Aber hat er in – sagen wir mal –
würdiger Weise reagiert? Die Schlagerlegende Karel Gott
ist verstorben. In memoriam spielen wir am Samstag
ab 10 Uhr 10 fünf Folgen “Biene Maja”. Moment! Ich weiß, hier ist
viel Traurigkeit zu spüren. Aber wird man dem Künstler gerecht, wenn man fünf Folgen
“Biene Maja” spielt? Ich meine, das hat Tradition im ORF. Nach dem Tod von Udo Jürgens hat man fünf Folgen
von “Tom und Jerry” gespielt. ♪ Vielen Dank für die Blumen! Wird Hermann Maier einmal abtreten, werden seine
drei besten Raiffeisenspots im ORF gezeigt werden. Bravo! Gute Entscheidung! ♪ Wie lieb von dir! ♪ Da-da-da-tara-pabam! Apropos Tod. Apropos Tod, Tristesse
und Trostlosigkeit. Die Sozialdemokratie,
meine Damen und Herren! Da ist schlechte Stimmung. Die junge SPÖ rebelliert. Aber es gibt einen Sozialdemokraten, der lässt sich
die gute Stimmung nicht nehmen. Andreas Schieder. Eine Genosse,
der die Signale nicht hören kann. Beäugen der Botschaft
der Parteijugend. “Glaubwürdigkeit ist größer
als Regierungsposten” wird da gemahnt. Schau, die Jungen! Auch ned schlecht, oder? Welche Partei
hat so viel engagierte Junge? Ich zähl zirka 20. Ich zähl zirka 20. Ich zähl zirka 20. Immerhin. Muss das sein? Auch noch draufschlagen! Spaß verdorben. Spaß verdorben. Fritz Dittlbacher. Chefredakteur. Hat den Spaß verdorben. Ich zähl nur 20. Muss man auf Tote reinschlagen? Da geht es drüber und drunter. Drunter und drüber sagt man. “Gag-zurück-Garantie!” Die Richtung stimmt
mit drunter und drüber auch. Rendi-Wagner noch fest im Sattel. Aber sie hat Visionen. Gott sei Dank ist sie selber Ärztin. Ihre Visionen
sollen jetzt umgesetzt werden. Auch grafisch. Die Symbolik der Sozialdemokratie
wird sich verändern. Weg mit den alten Pfeilen! Hin zu einer neuen Variante! Ganz im Sinne von
“die Richtung stimmt”. Pamela Rendi-Wagner. Gute Frau. Die sympathische Tropenmedizinerin. Alle mögen sie. Alle finden sie sympathisch. Sie kann es nicht. Warum kann sie’s nicht? Man möchte einen jungen Mann haben,
der das Ohr am Volk hat. Nur eins? Sie wird bald Geschichte sein. Warum? Weil ich eine Sensation
in diese Kamera sagen werde. Wir haben
ein Video zugespielt bekommen. Es ist noch nicht überprüft,
ob dieses Video komplett echt ist. Kollegen von der Süddeutschen,
vom Spiegel und vom Falter sind dran, dieses Video
von Experten anschauen zu lassen. Wir haben uns nach nächtelangen
Diskussionen entschlossen, dieses Video trotzdem zu spielen. Ich hab es mir 50 Mal angeschaut. Manchmal ruckelt das Bild. Es wirkt manipuliert. Ich glaub nicht. In diesem Video spricht Rendi-Wagner
die bittere Wahrheit: Das wird Konsequenzen haben. Er hat einen Sauberen stehen. Das ist für mich eigentlich
der Satz der Sendung. Er hat einen Sauberen stehen. Türkis. Das lassen wir jetzt
so sauber stehen. Ja. Die FPÖ wurde von HC Strache
sauber stehen gelassen. Er hat Adieu gesagt. In der Weinbar. Das fand ich auch cool. Stilvoll. Dass er sich in einem Sauflokal
im 1. Bezirk verabschiedet. Wo hinten Korken
im Glas zu sehen waren. Halbvolle Flaschen. Er war in guter Form. Trotzdem war ich enttäuscht. Ich hab erwartet, dass am Ende
die John Otti Band spielt. “Mei potschertes Lebn”. Aber gut: Er ist weg. Gott sei Dank ist uns
seine Frau erhalten geblieben. Philippa –
auch sehr kritisiert gerade. Versteh ich nicht, warum. Sie hat 9500 Euro im Monat
dafür bekommen, dass sie ehrenamtlich arbeitet. Du verdienst 40.000! Moment! Sie hat es ehrenamtlich gemacht. Da muss man
zu ihrer Verteidigung sagen: Ich sage allen:
Machts was ehrenamtlich! Weil das ist sinnvoll. Man bekommt so viel zurück! “Gag-zurück-Garantie” heute! Gilt auch dafür. Streichholzkopf, Streichholzkopf! So wehrt sich der Wehrlose. Lass mich los! Warum hast du so nasse Hände? Weil ich Schweiß habe. Hör auf jetzt! Hör auf jetzt! Hast du sauber einen stehen,
wenn ich einen Witz mach? Obwohl … Mach weiter Deutscher! Philippa Strache hat ein Angebot
der Freiwilligen Feuerwehr. Die schlechte Nachricht: Sie hat es abgelehnt, weil die geforderten 20.000 Euro
wollten nicht bezahlt wurden. “Gag-zurück-Garantie” heute! Das ist ein Deutscher. Das ist ein Österreicher! Das ist eine Perücke
und das ist eine Glatze. Das sind die Fragen, die für
FPÖ-Wähler beantwortet werden. Auch in anderen Sendungen. Du hast mir was raufgesteckt? Ja. Was ist das? Das ist ein Anstecker. Aha! Das ist ein Anstecker. Wir kommen jetzt
zur “Gag-zurück-Garantie”, meine sehr verehrten
Damen und Herren! Wir sorgen
für ein sauberes Witzklima. Wenn Ihnen Gags
nicht gefallen haben, werden sie handschriftlich
zurückgeschickt. Wir hatten in der letzten Sendung
die Feuertaufe für diese Aktion. Da kam massenhaft Post. Unter anderem von David Strauss
aus Gallsbach. Der folgenden Witz beanstandet hat: Mir ist neu,
dass wir Gucci-Schuhe haben. Ich hab Tlapa-Kleidung. Und Kleiderbauer. Was es so gegeben hat. Das glaub ich ihm. Wir haben nicht gesehen, welche
Unterhose Herr Stadler trägt. Vielleicht hat er
eine Prada-Unterhose. A Blada in Prada. Kann sein. A Blada in Prada. Da hat Herr Strauss geschrieben: “Das war wahnsinnig seicht.” Ich fand den Witz gut. Du hast ihn nicht verstanden. Er hat geschrieben:
“Was der Herr Griesemann …” Ja. Wir werden ihm jetzt
diesen Gag zurückschicken. Handschriftlich von mir
mit dem Federkiel in der Hand. “Lieber David Strauss” “Hier der von dir
beanstandende Gag:” Beanstandete Gag. Ja. “A Blada … .. in Prada.” Dieser Witz ist damit
aus dem Verkehr gezogen. Und sorgt
für einen Humorwandel im Land, den wir brauchen. Denn Humor geht vom Volk aus. Du musst ihn stempeln. Gute Idee! Die “Gag-zurück-Garantie”. Gute Idee, Stermann. Schauen Sie das an! “Gag-zurück-Garantie”. Richtig. Es muss offiziell sein. Ja. Nur so ist es gültig. Sie kriegen die Witze,
die Ihnen sauer aufstoßen selbstverständlich zurück. Ich hab alles vorbereitet. Während du geschlafen hast. Ja. Ich erwarte
den lieben Herrn Postbeamten. Ja? Wir haben das 50 Mal geprobt. Wie ist Ihr Name? Panser? Jim. Er wird den Brief
an Herrn Strauss zurückgeben. Das war unsere großartige Aktion. “Gag-zurück-Garantie”! Meine Damen und Herren! Ich muss das sagen: Das wird die erfolgreichste Aktion in der Geschichte
von “Willkommen Österreich”! Wenn Sie einen Witz entsetzlich
finden, den Sie sexistisch finden, dann schreiben Sie bitte
handschriftlich. Ich mach mir hier auch Mühe. Wenn Sie handschriftlich schreiben
an die “Superfilm”. So heißt unsere Produktionsfirma. In der Zieglergasse 1, 1070 Wien. Sie bekommen den Witz
selbstverständlich zurück. Herr Stermann, übernehmen Sie! Kommen wir zurück
zum traurigen Beginn. Du hast über den Tod
von Karel Gott gesprochen. Ich bin auch ein Kind gewesen. Habe ihn natürlich auch verfolgt. Habe alles angeschaut,
was der ORF mir angeboten hat. Alle fünf Folgen “Biene Maja”. Auch die Interviews
haben mich sehr berührt. Es gab Interviews zu Karel Gott. Es ist das Schönste,
wenn jemand privat plaudert. Erzählt, wie war der Mann
eigentlich wirklich privat. Das sind oft schöne Momente. In dem Fall hat man aber
Waterloo befragt. Ich bin mir nicht so sicher, ob Waterloo Karel Gott
jemals getroffen hat. Wie dem auch sei: Was man vermeiden sollte, wenn man
bei einem Nachruf auftritt … Man sollte sich überlegen,
dass man respektvoll gekleidet ist. Das ist Waterloo nicht gelungen. Waterloo in Eisenstadt. Sie haben mit Karel Gott
zusammengearbeitet. Was sind Ihre Erinnerungen an ihn? Es gab viele Erinnerungen. Sei es im Flugzeug,
sei es irgendwo am Flughafen. Oder auch in Ostdeutschland. Natürlich auch in Westdeutschland. In Mallorca haben wir
etwas Nettes erlebt. Er war ein Mensch,
der einen Beruf gelernt hat. Und aus sich etwas gemacht hat. Ich hab einmal gesagt:
Grüß Sie Gott, Herr Gott! “Sag nicht Gott zu mir,
ich bin Karel.” Sag i, dann bin i der Hansi,
der Waterloo. Das is so menschlich. So was Schönes. Moment, Moment! Man muss dazu sagen: Ich schätze Waterloo sehr. Der eine Riesenkarriere gemacht hat. Aber hier haben
die Maskenbildner versagt. Bei einem Nachruf das Hemd bis zum
Schamhaaransatz offen zu halten. Und man hat gemerkt, er hat
den Menschen Gott gar nicht gekannt. Das geht nicht. Das wäre so: Wir haben
dieses Gedankenspiel gemacht: Ich wünsche dem lieben Waterloo
ein extrem langes Leben. Aber wenn Waterloo sterben sollte
und ich würde den Nachruf halten, wie er ihn
auf Karel Gott gehalten hat, dann würde das so aussehen: Zu wem soll i was sagen? Waterloo? Wer is das? Der Waterloo! Mein Gott, es gibt
so viele schöne Erinnerungen. Sei es am Gang vom ORF Zentrum,
sei es irgendwo. Oder wie er letztens
zum Tod von Karel Gott im Fernsehen gesprochen hat. Ich kann mich noch erinnern: Er ist einmal zu mir gekommen. “Servus, Christoph!” Hab ich g’sagt:
Kannst Herr Grissemann zu mir sagen. Das war so menschlich. So was Schönes. Ja. Das wollten wir alle nicht sehen. Ich bitte die ORF-Gewaltigen in
Sachen Nachruf mehr acht zu geben. Wir haben uns weiters
dann noch gefragt, wie würde der ORF programmlich
reagieren auf den Tod von Waterloo. Ich könnte mir vorstellen,
es wird so sein. In memoriam SPÖ schalten wir jetzt
zur Comedygruppe maschek. Trotz der Niederlage hockt der Drozda
auf mein’ Schreibtisch! Jetzt gehst weg. Jetzt kommts zur Urabstimmung. Schau, das is
der Herbstkatalog von Rolex. I bin Privatmann, i brauch
die Uhr nimmer abstimmen lassen. I mein was anderes. Die Urabstimmung bei die Leut,
die uns nicht mehr gewählt haben. Da müssts ihr
den Kleinen Mann fragen. He, Kleiner, warum wählst uns nimmer? – Halt die Goschn! I hab die SPÖ ned gewählt. Obwohl i von der SPÖ bin. Es ist schon sehr schwer,
dass man a Frau wählt. Dann hat s’ noch an Doppelnamen. Das können die Bobos machen. Aber wir Tiroler san lei ans. – Is das der
von der SPÖ Langenzersdorf? Bist du deppert?! Weißt du ned, wer i bin?! Der Dornauer hat uns ned g’wählt. Dem erzähl i was! Servus! Was erzählst ihm? Du hast uns ned g’wählt? Doch! I hab g’logen. Damit i in die Medien komm. * Schlürfen * Damit i bekannt werd. Damit i im Bund was bin. Du willst im Bund was werden? In Tirol gibt’s nur a Handvoll Rote. * Schlürfen * Is im Burgenland auch ned anders. Echt? Aber da reicht’s für die Absolute. Halts einmal den Mund dort! Ich bin nicht nur Ärztin,
sondern auch die Vorsitzende der SPÖ. Die Bürgerlichen
haben unsere Werte gestohlen. Wir holen sie uns zurück. Die Farbe Türkis trage jetzt ich. Die Raute
mache in Zukunft ich alleine. Der Begriff Bewegung
ist nach rechts gerutscht. Den holen wir uns zurück. Damit holen wir uns alle, die von
der FPÖ bitter enttäuscht worden sind Ja? Ich fühl mich angesprochen. Ich bin völlig heimatlos. Heimatvertriebener. Als ich zur FPÖ ging, musste
ich einen Schritt nach links machen. – Schleich di! Und jetzt
ein kleiner Schritt nach links. Ein Teil von mir
war immer schon ein Sozialist. Hä hä. Habts ihr ein Julfest eigentlich? (Oide.) (Ah.) Naja, da muss man
das eine oder andere korrigieren, was die Genossin Rendi-Wagner
g’sagt hat. Wir wollen alle. Aber nicht alle, wenn wir alle sagen. Wir meinen alle,
aber nicht wirklich alle. Was Genosse Deutsch sagen will: Wir meinen nicht diese, sondern jene. Nicht die einen, sondern die anderen. Hauptsache die Richtung stimmt. Bewegung kommt zurück zu uns. (Scheißhacken hab i da!) (Schleich di!) Maschek! Meine sehr verehrten
Damen und Herren! Ein absoluter Höhepunkt
in meiner TV-Karriere, die an Höhepunkten nicht arm war: Zu uns kommen zwei Humor-Heroen,
die sich zusammengetan haben. Sie werden bald zusammen auftreten. Im Globe. “Hopeless but not serious.” “Two elderly comedians
stage an exciting re-enactment of the Battle of Königgrätz.” Um diesen knackigen Titel zu sagen. Bei uns heute Michael Niavarani
und John Cleese. Was die beiden Gentlemen verbindet, hat der Apotheker Edlinger
herausgefunden. Trau keinem unter 60! Auf dem Weg von Otto Schenk (89)
zu Harald Schmidt (62) liegt John Cleese (79). Der Jungspund Michael Niavarani ist auch Regisseur
in der Witzfabrik “Simpl”. Und hat ansonsten
einen festen Alterskomplex. Er verbündet sich auf der Bühne
gern mit todesmüden Best Agern, um den Horror vacui – einen einzigen
leeren Platz im Globe – zu bannen. Globe ist Englisch
und heißt irgendwas. In Nias letztem Programm
zur Kulturgeschichte des Trottels hat man es nicht erfahren. Jetzt geht’s Denglisch weiter. Denn Michael Nia matcht sich
mit Johannes Cleese. Dem Schalk
mit Cambridge-Uni-Abschluss. Der mit der Gauklertruppe
Monty Python den absurden Humor
mit Atheismus-Garantie fernsehtauglich machte. Dann kam der Welthit
“Ein Fisch namens Wanda”, eine Rekordscheidung
von seiner 3. Frau. Jetzt reicht es Cleese endgültig
im Brexit-Land. In der Karibik soll es keine Ritter,
aber dafür Kokosnüsse geben. Wir begrüßen jetzt
einen zweifachen Theaterdirektor. Er hat mit dieser Reihe
schon vorgearbeitet. Er hat es mit Otto Schenk gemacht. Jetzt mit John Cleese. Wie kriegt er diese Stars? Was ist das Geheimnis
dieses talentierten Menschen? Wir werden ihn in die Zange nehmen. Hier ist Michael Niavarani! Michael Niavarani! Michael Niavarani! Michael! Ni-a-varani. Jawohl! Genug! Genug! Nein! Nein! Nein! Stop it! Aus! Aus! Publikum, bitte! Ich bitte euch! Wir hatten … Nein! Nein! Wir hatten uns das
für John Cleese ausgemacht. Ja. Es bleibt für den John Cleese
nix mehr übrig! Also bitte! Darf ich dir was
zu trinken anbieten? Ein Mineralwasser, bitte! Gibt es Räume, die du betrittst, wo
die Reaktion nicht so ist wie hier? Mein Schlafzimmer. Echt? Es sind weniger Leute. Und sie machen nicht mehr
so viel Lärm. Enttäuscht dich das? Ich bin froh,
dass es ruhiger zugeht. Aber die Verehrung
deiner Person ist ungebrochen? Ich nehme es
nicht als Verehrung wahr. Ich glaub, es ist Verehrung. Die Verehrung von dir? Von mir auch. Von allen anderen auch. Um etwas unironisch zu sagen: Was schwierig ist, wenn drei …
zwei Komiker am Tisch sitzen. Dass man was unironisch sagt. Wie nett von ihm,
dass er sich ausschließt. Du trittst kaum mehr solo auf. Ja. Weil mir so fad is auf der Bühne. Wie ist es bei euch? Wir haben immer
den gleichen Partner. Du hast immer ein anderes Ensemble. Ich weiß aber, dass du dich im Globe
manchmal sehr spät reinschreibst. Vorher sind die anderen
allein auf der Bühne. Die Leute mögen’s,
aber sie warten auf dich. Und werden immer ruhiger. Dann kommst du irgendwann wie
Sebastian Kurz in die Stadthalle. Und es beginnen die Gebete
und das laute Schreien. Weißt du das und zögerst deswegen
den Orgasmus des Publikums hinaus? Nein, weil ich zu spät
zur Vorstellung komme. Und vorher
noch auf die Toilette muss. Egal, was deine Lippen verläßt,
es wird belacht. Das ist nicht immer so. “Gag-zurück-Garantie”
is a gute Idee. Nicht jeder Gag funktioniert. Meistens ist es so: Wenn du es selber
wahnsinnig komisch findest, dass das Publikum
es nicht so komisch findet. Oft genau das Gegenteil. Man denkt sich, das is ned so lustig. Und die Leute lachen sehr. Es bleibt immer noch
ein bisschen ein mystisches Element. Ziehst du mittlerweile
ein bizarres Vergnügen daraus, Dinge zu sagen,
die keinen Lacher evozieren? Im Gegensatz zu euch hab ich
kein Vergnügen am Abstinken. Aber du verstehst es. Du spielst das trotzdem sehr gut. Ich hab kein besonderes Vergnügen … Manchmal muss ich selbst lachen. Aber es ist schon schmerzhaft, oder? Wenn du wie bei den Gesprächen mit einzelnen Leuten
allein auf der Bühne bist, gönnst du ihnen jede Pointe? Beim Ensemble weißt du ja,
was passiert. Dort wird viel improvisiert. Wenn du mit Otto Schenk
auf der Bühne sitzt, gönnt er dir jede Pointe? Ah .. ja. Und nein. Du gönnst ihm das … Nein. Natürlich. Ein Abend lebt davon, dass zwei
Menschen am selben Ding arbeiten. Mir ist es völlig wurscht,
wer den Lacher kassiert. Wenn ich eine Pointe vorbereite
und der andere hat den Lacher, ist mein Vergnügen genauso groß. Ich kenne keinen Pointen-Neid. Mich freut es sogar,
wenn jemand mehr Pointen hat als ich. Weil er kriegt das Gleiche bezahlt. Du bist auch hinter der Bühne tätig. Du hast das “Simpl” gekauft. Da schwingen auch
persönliche Erinnerungen mit. Wie kann man sich Michael Niavarani als kaufmännisch talentierten
Menschen vorstellen? Musst du
über Steuerangelegenheiten brüten? Naja, dein Vater war Teppichhändler.
– Ja. Hast du dieses Gen in dir?
– Ja, leider. Wir sind kurz vorm Konkurs. Nein. * Gelächter * Der Schmäh von den Teppichhändlern
war früher immer der Ausverkauf. Minus 70 Prozent. “Wenn Sie drei Teppiche kaufen,
kriegen Sie acht gratis.” Usw. Du hast es jetzt modernisiert. Du hast neue Leute reingeholt. Neues Ensemble. Der Revue-Charakter bleibt aber?
– Ja. Um die Leute nicht abzustoßen? Ich glaub, das ist eine Marktlücke. Weil eine Kabarett-Revue besteht
im Vergleich zum Theaterstück aus vielen kleinen Sketches. Ich hab mich gefürchtet zuerst davor. Ob ich das noch kann? Zu schreiben dafür?
– Ja. Weil ich hab immer
lange Stücke geschrieben. Drei Stunden “Romeo und Julia”. Aber das hast du
von Shakespeare abgeschrieben. Wer? Egal! Das sind Feinheiten. Das heißt, der Chef schreibt selbst.
– Ja. Es ist fast alles ausverkauft? Nein! Es gibt noch Karten! (mit persischem Akzent:)
Bitte, kaufen Sie Karten. Sie bekommen zu jeder Karte
zwei Seidenteppiche gratis. Original. Original handgeknüpft
von mir und meinen 17 Kindern. * Gelächter * Es gibt Karten. Und die Leute haben großes Vergnügen
und lachen sehr. Wir haben in der Redaktion
sehr über einen Ausschnitt aus der neuen Revue gelacht.
“Arche Noah Luxusklasse”. Wird jetzt im Simpl gespielt. Und zwar ein Sketch, wo man sich
über “Cats” lustig macht. Nachdem sie “Cats” wieder spielen,
mussten wir das tun. Bist du deppert,
i bin mit den Nerven fertig. Miau! Miau! Können Sie mir sagen,
wie i ins Ronacher komm? Was san S’ denn so auf’regt?
– I muss ins Ronacher. Miau! Miau! Wieso? Na, die Katzen aus Amerika san da. I scheiß mi an! Miau! Sie wollen sich “Cats” anschauen?
– Ja, san mörder Hasen, die Katzen. Ich schau lieber
die “Sendung mit der Maus”. Darf ich mich vorstellen?
Catsanova. Sie heißen Catsanova? Ursprünglich hat mich
mein Frauchen “Mucki” getauft. Wegen die Mucki. Dann müsste i
ja “Bauchi” heißen. Ja! “Cats”-Parodie im Simpl. Wie lange hast du an diesem Sketch
geschrieben? – Tagelang. Man könnte natürlich sagen … Was? Das ist jetzt
kein intellektueller Humor. Wieso? Das is ka intellektueller Humor? Meine Frage: Wieso? “Bauchi” und so. Die Leute reflektieren
natürlich aufs Banalste. Ah! Ja! “Cats” is wahnsinnig banal. Es gibt kaum ein banaleres Musical.
– Hast du es gesehen? – Nein. Wir holen gleich John Cleese rein. John Cleese hat euch
einen Sketch geschenkt. Ja. Ich hab gelesen, er hat ihn euch
geschenkt. Dabei ist der so geldgeil Geschenkt im Sinne von: Wir dürfen
ihn spielen. Zahlen müssen wir schon. Eh! Na eben. Warten wir doch,
bis John Cleese da is. Du hast es mit Otto Schenk gemacht,
mit Harald Schmidt. Jetzt machst du’s mit John Cleese. Das ist das Höchste. Oder wird es
nach Cleese noch jemanden geben? Wer sollte noch an deiner Seite
sitzen? – Mozart. Aber jetzt begrüßen wir
Mister John Cleese! * Russkaja spielt “Always look
on the bright side of life”. * * Applaus * John Cleese! John Cleese! Wo ist er? Gleich kommt John Cleese! Und hier ist John Cleese,
meine Damen und Herren! * Jubel und Applaus * John Cleese! I bring you to your place.
Mister John Cleese! * Jubel und Applaus * Mister Cleese. * Jubel und Applaus * Mister John Cleese,
ladies and gentlemen! * Jubel und Applaus * What would you like to drink,
Mister Cleese? Would i what? What do you like to drink? I want a … What was it?
– Kaiserspritzer. A Kaiserspritzer. He knows that? Ja, ja. I had one in the “Landtmann”.
– You had five. What is so good
about Kaiserspritzer? Kaiserspritzer is refreshing. And you can drink a lot of it. Did you sleep backstage right now? Yes, i just slept up when I saw him. You always fall asleep
when you see him? Yes, I want to do
what I can for his career. * Gelächter * Here comes the Kaiserspritzer. Please, come into the Bild. He was … Ich verfüge leider nicht
über das nötige Englisch, um mit Herrn Cleese auf Augenhöhe
reden zu können. Mister Cleese, Nia,
der ja Persisch kann, und Persisch ist dem Englischen
verwandt, dass er versucht zu übersetzen. They want me as a translator. Because my Persian is very good. Because their English
is not that good. How is their Persian? Their Persian? If I speak to you in Persian,
can you translate? – Yes. * Beide tun so,
als würden sie persisch sprechen. * * Applaus * I have one question
written down here. Let him … Please! Warte kurz! Könntest du das übersetzen? Er hat gefragt, wo euer Schleier is. Dear Mister Cleese,
what was your first impression of this half iranian, half austrian,
rather small but corpulent comedian? Good question. Die Frag is: Als du mich das erste
Mal g’sehen hast … Ach so! * Er tut wieder so,
als würde er persisch sprechen. * Das war very good. Yes. Thank you! * Gelächter * You like Vienna? What is it? What do you see? I like this desk.
I want to go under the desk. Under the desk? * Grissemann lacht. * Be careful! Hi! Are you okay? Yes! Great! Stay there! Nia, dann können wir ja weiterreden. * Applaus * Do you need something to drink?
– I have something to drink. Shall I bring it to you? It’s okay. Give me a kiss! We take a ride on you! Okay. So! This is … Na endlich! Is this already a silly walk? Or is it nothing? Nia, wir können das Interview
ja weitermachen, oder? What we’re doing? This was the best free acting
of Monty Python. Be careful! Haben wir was verloren?
– Nein. Die Brille von Herrn Cleese!
Mister Cleese, your sunglasses. Thank you very much. You like animals. I love animals. I’ve seen that now. The best of all are cats. I know. Ich muss übersetzen:
Am liebsten mag er Katzen. * Gelächter * Because? Weil? Weil? Because they are so much better
than chrildren. * Gelächter * The young people, when they get
married, they first thing they do is having children. Then for 35 fucking years they have
to look after their children. You don’t have
this problem with cats. They’re very soft contained,
you feed them twice a day. They’re always in affection. What do you think about Sodomy?
– Sodomy? Yeah. * Gelächter * It’s okay. * Gelächter * The question is:
If you wanna have sex with a cow: How do you ask, if it’s okay. Because we’re living
in politicaly correct times. What do you have, to make sure,
it’s a female cow? That’s the beginning. But then? “Muh, muh, muh”? You have to be able
to speak like a little cow. Cowish?
– Yes. Do you consider your cat
as a female person next to you, whom you like very much,
maybe too much? Yes. * Gelächter * Yes, I love my cats very much. I have a very nice wife. You know, I had a lot of …
– … wives. Wives. You had
a lot of private catastrophes. Yes, that’s why I’m still working. If it wasn’t for the third wife,
I would’nt be in Vienna. Having a good time
and enjoing myself. Which one of your ex-wives
is your favorite ex-wive? The dead one. * Gelächter * But! Man sieht schon … Ganz kurz! Es läuft ein unglaubliches
Ping-Pong-Spiel zwischen euch. Wie habt ihr den Abend,
den’s ja im Globe geben wird, restlos ausverkauft,
ihr zwei im Dialog. Wie erarbeitet ihr solche Abende? He asks: How we prepare for the show?
– For the show? Well, we have
lots of Kaiserspritzers. Yes. And we have a little
chat about general. But we really don’t know,
what is going to happen. That’s right. We have no idea,
what will be on stage. What we’re going to talk. Is it because you’re lazy? Pardon!
– Is it because you’re lazy? No, it’s because we’re old.
How old are you? I don’t look it. But I’m 51. Das heißt,
Nia ist der Jüngste am Tisch. Only 51? I thought you are older than me. No! I’m 51. Really? This are the iranian genes. Ah! I see. Kannst du ihn fragen,
was die Vorteile des Alters sind? Oder gibt es nur Nachteile? Is there anything positiv
about groing old? Or is it only negative? A lot!
– Positiv? Oh yes. What? For the first start: You go deaf. And that’s great. Because most of what people said,
isnt’s worth hearing. That’s good. Then … The problem is the memory. Because you forget things. My memory is not was it was
as far as I can remember. * Gelächter * Maybe it was better than it is now.
I can’t remember. Do you remember, that you were
a part of Monty Python? MONTY PYTHON. Monty … What? Oh! Monty Python! Yes! Yes, you know it. Few years ago. Yes, I was in the movies. You remember. That’s right. Mister Cleese, do you enjoy
being in Vienna? Hm? Are you enjoying being in Vienna?
– Yes! It’s sounds
like showbusiness-bullshit. But this is my favorite city
in the world. Why? Because …
– It’s about Sigmund Freud? .. it’s beautiful. The austrian people are very smart,
very funny and very laid back. I feel always connected. And I don’t know why. I’ve heard a radioshow,
where you were part. And you said, it’s so weird about
Vienna and you like it so much, there is so much culture, because
there are so few young people. This is the key. He hates children. I couldn’t understand
why there was so much music, so many museums, so many bookshops: And then I saw:
There are no children. And what happens is: They go out in the morning,
the children-catchers. And they catch all the children. And they all bring them
to Amstetten in a cellar. No! They take … Oooooooh! Ooooh! You naughty …! Es gibt die Gag-zurück-Garantie,
meine Damen und Herren! Gilt auch für Herrn Niavarani. I never buy your carpets again. What do we talking about? Cats! Let’s talk seriously. Frag ihn bitte! 50-jähriges Jubiläum
von Monty Python mittlerweile. Das war auch die Zeit der Beatles. Stimmt es, dass die Beatles,
Queen oder andere Popgrößen für Werke von Monty Pythons
Geld bezahlt haben, damit die zustande kommen? Is it true,
that The Beatles and Queen produced the work of Monty Python? 50 years ago, when you started.
– Yes, they did. We asked them,
if they would be in the show. And the queen was in the show.
She introduced the show. The queen paid for your show? No, she introduces. Of course, she didn’t introduced
the show, you stupid man! What do you talking about? He is German. He is German. You got me! I got you. He got me. Ähm. Wow! I have … * Applaus * Shut up!! I think, I go under the desk. John, you’re playing a solo-show
as well in Vienna. Which has the strange title … I haven’t confronted you on this. How many shows we’re doing together? Eight oder ten.
I don’t know. Eight. Well, we’re doing eight together. And two is just me. Two is just you?
– Shut up! The eight are sold out. And mine aren’t. So, the legend … When you work together: And you are
so much interested in money. That’s the only reason,
why you do that. So, do you share 50:50? Because it’s his theatre. He is the producer. I don’t know. Well, he thinks it’s 50:50. Ist das mittlerweile, lieber Nia,
lieber John, eine Freundschaft? Oder sind das Kollegen,
die hier sitzen? He’s asking, if we are just comrades
or if we’re friends? I think, to be friends, it takes
more time to spend together. We just met three times, before we
decided to put on a show. For me it’s a friendship. We had lunch three times. Friendship. It’s sometimes you meet someone,
I just said to Helen, that you and I are the same person. When I was listening
to your interview just now and Helen was translating it. He was saying all the things
that I say. That we haven’t even discussed. About if you’re on stage. It doesn’t
matter who gets the laughs. It’s somehow
a funny and weird connection. Seelenverwandtschaft.
– Soulmade. Sometimes it happens, I believe. And it happend with him. We discover,
we have all the same views. And we laugh so much,
when we’re together. It’s wonderful.
What is your name again? Michael! May I ask you one thing? When you arrived in Vienna
and you entered the airport. Did you go this time “EU Citizen”? Or did you already go
trough “Others”. I just slip around the back.
– He’s a star. I had a lot of stuff to …
– Okay. Um eine ernsthafte Frage zu stellen: Wie beurteilt er
die heutige Comedy-Szene? Haben sich
die Regeln der Comedy geändert? What’s your view on the comedy-scene? There’s a lot of very good
stand-up-comedians. But I don’t think, there’s a lot of
very good scripted comedy. 30, 40 years ago there were so many
people writing great scripted comedy. That’s not true in England now. They don’t seemed to have quite the
same quality of shows in America. To scripted comedy. The people in movies don’t know
how to construct a realy clever … The great constructors of comedy
were all Austrian. You know Billy Wilder. They were such artists. They knew how to structure a comedy. You’re an artist
in structuring comedy. Because “Fawlty Towers” …
– The structur is very well. You wrote “A fish called Wanda”. Just you? Yes. Did somebody else claiming …? No! You wrote as well “Wild creatures”? “Fierce Creatures”. “Fierce Creatures”, yes. We don’t talk about that. But you also wrote a sketch. And we talked about that sketch
before you came to the show. You wrote something for him. No, he didn’t write it for me. He and Graham Chapter … I asked him, if we can … Es ist ein Sketch,
der im Simpl gespielt wird. Jetzt momentan, ja. Aber nicht auf Englisch.
Du hast übersetzt. Allein wegen dieser Sketches
sollte man das Simpl stürmen. Wir müssen’s erklären.
– Was? Wir müssen die Szenerie erklären. Bei dem Sketch
muss man nix erklären. Jemand will ein Hörgerät kaufen
für seinen Vater. Erzähl doch gleich die Pointe!
– Nein! Ich hab ein neues Hörgerät.
Das is noch ned g’scheit kalibriert. Jetzt geht’s. Is es gut?
– 200 Euro. Zirka. Ja, aber ob’s gut is? Nein, ganz klein.
Da, im Ohr. Hören Sie mich? Bitte? Können Sie mich hören? Kontaktlinsen. Was? Sie brauchen Kontaktlinsen. Dafür
is der Kollege Pospisil zuständig. Ich mach nur Hörgeräte.
– * Klingeln * Die funktioniert auch nicht. Kollege Pospisil!
Da is jemand für Kontaktlinsen! Ja? Er sieht ein bisschen schlecht. Ha?! Grüß Gott! Bitte?
– Sie brauchen Kontaktlinsen? Bitte? Sie brauchen Kontaktlinsen? Ich kann Sie nicht hören. Da brauchen Sie aber keine
Kontaktlinsen, sondern ein Hörgerät. Nein, ich brauch
ein Hörgerät! Wer war das? Toll! Aus der neuen Simpl-Revue! Aus der Feder von John Cleese. Schauen Sie sich das bitte an! Und John Cleese spielt auch solo. Und zwar mit seiner Show “Seven ways
to skin an Ocelot” im Globe. Und Stermann! Hinter uns … Ich hab eine Frage.
I have a question. Because everybody
talks about british humor. What does that mean infect? What is british humor? Doesn’t exist. Very interesting, isn’t it? The BBC-Shows, not just my shows,
are always very popular in Scandinavia, in Holland. A little bit in Belgium,
where they speak flemish. And then
in the German speaking countries. But not ever in Italy, Spain,
Portugal, France. Very odd. It’s almost split
between protestants, I know Austrian is catholic,
and the catholics. So it’s an protest and humor? It has something
to do with an ability to seperate a little bit
from the Ego. Even look at your own behavior. But it’s lovely,
if you go to Scandinavia. Holland. Definitely in Switzerland,
Austria, Germany: People laugh
in exactly the same things. There is some stupid rumor
in England, that the Germans
have no sense to humor. That’s nonsens. They have the same sense of humor
like all the other people. – Wow! Mister Cleese,
wir sind uns wohl einig: Neben Auf-der-Bananenschale-
ausrutschen ist die Torte-ins-Gesicht-kriegen seit Jahrzehnten
DAS komische Element. But is there …? What we wanna do is: Mister John Cleese
is not only the pope of comedy. He is the god of comedy. This is true. Of course he is. I asked him to give
the two of you his blessing. Ja! And as a blessing … Ich würde mich nie trauen, Herrn Cleese
die Torte ins Gesicht zu schmeißen. How many times?
You have to bless them. I’m German,
I don’t know about humor. Sorry. Are you ready?
– I’m ready. Eins, zwei, drei! Jetzt siehst du nicht … Where are you? John, where are you? John Cleese und Michael Niavarani! John Cleese und Michael Niavarani! Meine Damen und Herren,
bleiben Sie sitzen! Jetzt kommt
ein fantastischer Mann zu uns. Das ist die neue Platte. “‘S klane Glücksspiel” heißt sie. Der großartige Voodoo Jürgens
mit seiner Ansa Panier wird gleich hier auftreten. Wir bedanken uns vielmals bei …
Wo sind sie? John Cleese … Ciao!
.. und Michael Niavarani! Bis zum nächsten Mal! Ciao! * Jubel und Applaus * ♪ I spiel mit System,
schreib mir immer alles auf. ♪ Das musst machen,
weil sonst hast ka Chance. ♪ Wenn die Automaten
gut eing’stellt san, ♪ kannst a schönes Knödel rausziehen. ♪ Das is mein Automat,
auf dem spiel i immer. ♪ I muss sagen:
Bis jetzt bin i im Plus. ♪ Wennst a Serie hast, musst sagen: ♪ Danke, Freunde,
bei mir is heut Schluss. ♪ Gehst leiwand essen. ♪ Kaufst dir an Schmuck. ♪ Oder es kann dir passieren, dass
er dir das Knödel wieder schluckt. ♪ Das gibt’s je ned! Alles dahin! ♪ Hast von warme Biskotten ‘träumt. ♪ Und deine Leut mit rein’zogen. ♪ Das gibt’s ja ned! ♪ Das kann ned a jeder.
Das is schon klar. ♪ Aber i bin bis jetzt
ganz gut damit g’fahren. ♪ Leihst mir noch an Kilo? ♪ I gib ihn dir eh gleich z’ruck. ♪ I zeig dir, wie’s geht. ♪ Komm schon!
Jetzt kommt mir der ned! ♪ Das is bitter. Der Vorführeffekt. ♪ Was soll i dir sagen?
Das is a Scheiß-Automat. ♪ Irgendein Wappler
hat da herum’dreht. ♪ Das gibt’s ja ned!
Alles dahin. ♪ Wennst von warme Biskotten träumst. ♪ Und deine Leut mit reinziehst. ♪ Das gibt ja ned, gibt’s ja ned! ♪ Alles dahin. ♪ Wennst von warme Biskotten träumst. ♪ Und deine Leut mit reinziehst. ♪ Das gibt’s ja ned! Gibt’s ja ned! ♪ Alles dahin. ♪ Wennst von warme Biskotten träumst. ♪ Und deine Leut mit reinziehst. ♪ Das gibt’s ja ned! Gibt’s ja ned!
Alles dahin! ♪ Wennst von warme Biskotten träumst. ♪ Und deine Leut mit reinziehst. Danke schön! ORF 2019
[email protected]

63 thoughts on “Michael Niavarani & John Cleese | E438 | Willkommen Österreich

  1. Da schauen die zwei Stehaufmanderl! Ständig auf unsere armen Politiker hindreschen können sie. Das nennt sich dann stand up comedy? Die scripted comedy Akte wird sie einholen, wenn ein anderer Wind pfeift bei uns. Zum trainieren können sie sich beim Hofer eine Gau-leiter zu € 19,38 holen. Da können sie daran hochklettern, um mit Kickl in Augenhöhe zu sein! Mr. John Cleese, who is Kickl? It's our very best fool gas politician! And I say : heal Kickl !

  2. Leider war das eine wirklich schwache Folge, obwohl es mit dem Gast-Duo eine Chance auf eine legendäre Sendung gab. Stattdessen bekam man das Gefühl von einem extrem gekünstelten Verhalten von Grissemann und Sternmann, die scheinbar nicht mit internationalen Größen umgehen konnten. Schase

  3. Warum hat diese geniale Folge noch keine Kommentare?

    John Cleese und Michael Niavarani sind wie Brüder! Herrlich! 👍

  4. Irgendwie mag ich diese Art von Deutschen und Österreichern nicht, dass sie sich immer klein machen müssen vor englischen Stars. Immer dieses verkrampfte "guck mal, wir sind auch lustig!" ist ziemlich cringy. Stermann hat irgendwie unterirdisch schlechte Fragen gestellt. Aber der Krabbelmoment war lustig lol

  5. John Cleese… das muss man sich bitte nochmal vergegenwärtigen: MONTY PYTHON. nochmal für die Millenials: MONTY PYTHON!!! Ritter der Kokosnuss, Das Leben des Brian, Der Sinn des Lebens, EIn Fisch namens Wanda… eine lebende Legende, und der Grissemann meint, er kann nicht gut englisch, bitte… was war denn da los?

  6. Ich hab mir schon gedacht was John Cleese heute so macht.Glaubte schon er lebt garnicht mehr.Um so schöner ihn so in Lebhaftigkeit zu sehen.Geniale Kombi diese ZWEI.Niavarani macht sich es nicht gerade einfach um seine Spielpartner noch steigern zu können,daß für mich absolut keine Steigerung braucht.NIA IST EINFACH GENIAL!!!Und Das bestätigt seine Wahl seiner Bühnenpartner.Diese Folge von Willkommen Österreich wäre legendär geworden,wenn da nicht dieser Schlußgag (wudu jürgens)gewesen wär.

  7. Wau, kei „gschissn, Oasch, …….“ Bin überrascht!
    Mr Cleese ist ein Weltstar , wogegen Niavarani ein ordinärer Prolet ist!
    Seit langer Zeit, mal eine gute Sendung.

  8. so ein schaass dieses tortenschmeissen. geht doch wohl schon allen auf die Nerven! Bitte nie wieder mal irgendwo machen. Cleese oder nicht Cleese!

  9. Was ist in England los das jemand wie John Cleese beschimpft wird weil er sagt London ist keine Englische Stadt ? Wir Europäer wissen genau das Europa nicht so bleiben wird warum werden Leute wie er attackiert ?

  10. Es ist schiach zu sehen, wie die beiden sich anbiedern…das passiert immer dann, wenn sie sich für sich unterlegen fühlen…Da machen die Satiriker dann doch ihre friendly Ausnahme…

  11. Chapeau! Das Format ermöglicht Cleese die volle Absurdität, selten so ein authentisches Cleese-Interview gesehen. (Nia sowieso top), super Sendung Burschen

  12. Also in dieser Sendung hat sich das Blödel-Duo mit ihrem katastrophalen Englisch bis auf die Knochen blamiert… peinlich!

  13. War nur ein Kratzer….Ritter der Kokosnuss 😂😂 das nächste Mal spiele ich mit deinen Eiern Fussball 😂😂ein Fisch Namen s Wanda war auch geil

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